Durchführung der EBM

Angebot/Förderantrag

Der formale Ablauf der Beratung ist folgendermaßen: Zunächst wird geprüft, ob alle Fördervoraussetzungen erfüllt sind. Aufgrund des Angebotes wird ein Auftrag unter Förderungsvorbehalt erteilt. Die Antragstellung erfolgt ganz einfach direkt auf der Internetseite der BAFA. Die Antrag wird entweder vom Betrieb, vom Berater oder gemeinsam gestellt. Da bedeutet maximal eine halbe Stunde arbeit. Die Förderzusage erfolgte üblicherweise innerhalb von 1-2 Wochen

Es werden nur Energieberatung nach den Förderrichtlinien vom 01.12.2015 des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Diese Richtlinie finden Sie hier.->

Aufnahme des IST-Zustandes

Dann beginnt die Energieberatung: Nach einer ausführliche Betriebsbegehung, Sichtung der Energierechnungen etc. und ggfs. einer Aufnahme von Lastgängen wird der gesamte Betrieb analysiert. Auf Basis vorhandener oder neu erstellter Pläne wird eine lokale Zuordnung der Verbräuche durchgeführt. Auch die verschiedenen Betriebsteile werden einzeln untersucht. Erfahrungsgemäß ist es eben nicht mit einem Strom- und Gaszähler getan; in gewachsenen Betrieben gibt es häufig ein „Sammelsurium“ an verschiedenen Geräten und Zähleinrichtungen. Die IST-Aufnahme umfasst im allgemeinen:

  • Begehung der Betriebsstätte mit Aufnahme der Hauptverbraucher
  • Besichtigung Dachflächen und Umgebung
  • Aufnahme Hauptleitungsführung
  • Lastgangmessung Strom/Wärme mit Darstellung und eingehender Analyse
  • Verbrauchererfassung, Analyse und Darstellung
  • Erfassung der Betriebsabläufe, incl. Beförderung innere Logistik/Beförderung
  • Klärung Umbauten, Veränderungen, Abhängigkeiten und Unternehmensziele

Am Ende wird der IST-Zustand in Form einer Grafik gut verständlich dargestellt, so dass Verbräuche und Kosten eindeutig vorliegen.

Vorkonzept/Zwischenbesprechnung

Auf Basis des IST-Zustandes werden verschiedene Konzepte und Varianten durchgerechnet, woraus ein so genanntes Vorkonzept erstellt wird. Dies wird dem Gremium im Betrieb übermittelt, damit sich jeder ein Bild von den Zwischenergebnissen machen kann.

  • Ermittlung des Einsparpotentials für Strom (LED, Maschinen, Licht, Spitzenlast,..)
  • Ermittlung des Einsparpotentials für Wärme (Wärmeückgewinnung,…)
  • Sonstige Möglichkeiten (Stromspitzelastausgleich, E-Managementsysteme,…)
  • Prüfung des Einsatzes von Regenerativer Energie (PV, Wind,…)
  • Rationelle Energienutzung (BHKW, Absorberkälte, USV/Stromspeicher)
  • Übersichtliche Darstellung der Ergebnisse
  • Berechnung der möglichen CO2-Einsparungen

Dann wird eine Besprechung einberufen, um diese Erkenntnisse zu diskutieren und mögliche Investitionsvorhaben frühzeitig mit dem AG abzustimmen. Anschließend erfolgt:

  • Überarbeitung des Konzeptes, ggfs Korrekturen und neueVarianten
  • Vorlage und Präsentation des Ergebnisses
    incl. übersichtlicher Kurzdarstellung mit Kosten-Nutzen-Rechnung und Empfehlung

Abschlussbericht/Abrechnung

Danach erfolgt der Abschlussbericht mit Präsentation und erneuter Diskussion der Ergebnisse. Nach Bezahlung der Rechnung wird diese mit dem Beratungsbericht bei der BAFA eingereicht, die dann die Fördersumme von 80 % an den AG auszahlt.

Die Dauer einer Energieberatung liegt zwischen einem und fünf Monaten, je nach Dringlichkeit, Datenlage und Komplexität.