Qualifikation

Als Berater können nur von der BAFA geprüfte und qualifizierte Fachleute mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung eingesetzt werden.

Dazu gehört zunächst ein abgeschlossenes Studium in einer einschlägigen Ingenieur- oder Naturwissenschaft, oder ein vergleichbarer Abschluss.

Weiterhin gehört dazu eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit, bei der praxisbezogene Kenntnisse über die betriebliche Energieberatung erworben wurden.

Für den Nachweis der Berufserfahrung werden folgende Tätigkeiten akzeptiert:

  • angestellter Energieberater in einem Beratungsunternehmen
  • selbständiger Energieberater
  • Energieberater aus kommunalen Unternehmen, Kammern, Verbänden
  • Energieberater aus sonstigen öffentlichen Einrichtungen
  • Energieberater aus Energieversorgungsunternehmen
  • Energieberater aus Hersteller- und Bauunternehmen
  • Planungsingenieur in Planungs-, Ingenieur- und Architekturbüros
  • Ingenieur für Gebäudetechnik in Unternehmen des Facility-Managements
  • Ingenieur für Gebäudetechnik in sonstigen Unternehmen
  • Professoren/Dozenten an Fachhochschulen, Universitäten oder Fachschulen für Technik im Bereich Energietechnik, Energieerzeugung, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Verbrennungstechnik, Umwelttechnik, Technische Gebäudeausrüstung, Versorgungstechnik, Bauingenieurwesen, Physik, Maschinenbau oder andere Fachrichtungen mit Lehrtätigkeit in den genannten Gebieten.

Darüberhinaus ist eine Weiterbildung nachzuweisen, die durch Zertifikate, Kurse oder Lehrgänge, die zum Zeitpunkt der Eintragung nicht älter als 2 Jahre sind. Die Zusatzqualifikation ist eine Fortbildung auf den aktuellen Stand der Technik.

Unabhängigkeit  des Beraters

Nur eine neutrale Beartung kann ein Optimum für den betrieb garantieren. Deswegen gelten folgende Regeln.

Energieberater dürfen kein wirtschaftliches Eigeninteresse an bestimmten Investiti-onsentscheidungen des Beratenen haben. Die Beratung muss hersteller-, anbieter-, produkt- und vertriebsneutral sowie technologieoffen durchgeführt werden. Der Berater darf nicht an einem Energieversorgungsunternehmen oder einem Unternehmen beteiligt oder dort beschäftigt sein, das Produkte herstellt, vertreibt oder Anlagen errichtet oder vermietet, die bei Energiesparinvestitionen im Unternehmen verwendet werden. Der Berater darf auch nicht an einem Unternehmen beteiligt oder dort beschäftigt sein, soweit an diesem Unternehmen andere vorgenannte Unternehmen mit 50% oder mehr beteiligt sind. Der Berater darf keine Provisionen oder sonstigen geldwerten Vorteile von einem der genannten Unternehmen fordern oder erhalten.